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Allergie & Ausschlussdiät

BARF-Produkte für die Ausschlussdiät – geeignete Proteinquellen & Ergänzungen

Für eine Ausschlussdiät mit BARF brauchst du vor allem klar trennbare Proteinquellen und saubere Einzelkomponenten. Den methodischen Rahmen dazu liefert die Ausschlussfütterung bei Allergie-Verdacht; einen allgemeinen Überblick gibt der BARF-Grundlagenartikel. Diese Seite zeigt, welche Produkte zu einer strukturierten Ausschlussdiät passen – von Monoprotein-Fleisch über Fettquellen bis zur Calciumergänzung.

Kurz gesagt

  • Ein tierisches Protein, das der Hund bisher nicht kannte – sonst nichts.
  • Bei magerem Fleisch (v. a. Pferd) Fett ergänzen, Ziel ~15–20 %.
  • Ohne Knochen im Napf braucht es eine Calciumquelle – möglichst derselben Tierart.
  • Leckerlis und Kauartikel müssen exakt zum Protein passen.

Monoprotein-Fleisch für die Ausschlussdiät

Während einer Ausschlussdiät wird ausschließlich eine tierische Proteinquelle gefüttert. Entscheidend ist, dass diese Sorte bisher nicht regelmäßig im Napf war.

Pferdefleisch

Pferd wird häufig als Testprotein gewählt: gut kontrollierbar und für viele Hunde neu. Sinnvoll sind Pferdemuskelfleisch, Pferdeinnereien und Pferdepansen derselben Tierart.

Ziegenfleisch

Ziege eignet sich ebenfalls als Monoprotein, sofern sie zuvor nicht regelmäßig gefüttert wurde – als Muskelfleisch, Innereien und Pansen.

Lamm ist hier meist keine gute Wahl, weil es bei vielen Hunden längst bekannt ist.

Fett ergänzen bei magerem Fleisch

Sehr mageres Fleisch – insbesondere Pferd – kann bei längerer Fütterung zu Gewichtsverlust führen. In der Praxis wird tierartspezifisches Fett ergänzt, um im Gesamtfleisch etwa 15–20 % Fett zu erreichen – etwa Pferdefett oder Ziegenfett. Die Ergänzung erfolgt, ohne die gewählte Proteinquelle zu verändern.

Calciumversorgung während der Ausschlussdiät

Muskelfleisch enthält wenig Calcium. Ohne Knochen im Napf ist eine Ergänzung Pflicht. Möglich sind Knochen und Knochenmus (z. B. Pferde-, Ziegen- oder Lammrippen, Pferde- oder Lammknochenmus), Knochenmehl derselben Tierart oder – tierartneutral – Calciumcarbonat bzw. Calciumcitrat. Wichtig: während der Testphase möglichst keine zusätzliche Tierart einbringen.

Sortenreine Leckerlis für die Ausschlussdiät

Leckerlis müssen exakt zur gewählten Proteinquelle passen – also 100 % Pferd, 100 % Ziege oder Monoprotein-Snacks ohne Mischbestandteile. Bereits kleine Mengen einer anderen Tierart können die Aussagekraft der Diät kippen.

Was während der Ausschlussdiät vermieden werden sollte

Das kippt die Diät

  • Mischproteine („Geflügel", „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse")
  • Kauartikel anderer Tierarten
  • Futterreste vom Tisch
  • häufige Proteinwechsel

Nach Auffassung von BARFbike entscheidet nicht das einzelne Produkt über den Erfolg, sondern die Disziplin: ein Protein, null Fremdtierarten – auch im kleinsten Leckerli. Sascha Wiengarn, Gründer von BARFbike, sieht hier den häufigsten Stolperstein: Der vergessene Snack zwischendurch macht oft Wochen sauberer Fütterung zunichte.

Diese Seite dient der Produktübersicht für eine strukturierte Ausschlussdiät im Rahmen der BARF-Fütterung und ersetzt keine tierärztliche Diagnostik.

Sascha Wiengarn, Gründer von BARFbike, mit Hündin Ciara

Sascha Wiengarn

Gründer & Geschäftsführer von BARFbike. Schreibt über artgerechte Rohfütterung aus der Praxis eines Berliner BARF-Lieferdienstes. Mehr über BARFbike