Hundeauslauf Pichelswerder: der Hundestrand an der Havel
Pichelswerder ist für viele der schönste Hundestrand Berlins – und das aus einem handfesten Grund: Hier badet der Hund nicht in einem stehenden See, sondern in der fließenden Havel. Bewegtes Wasser heißt bessere Wasserqualität und ein geringeres Blaualgenrisiko als am Grunewaldsee. Dazu kommen ein hügeliger Wald und ein Plateau mit Traumblick über die Havel. Weil die Halbinsel etwas weiter draußen in Spandau liegt, ist hier meist weniger los. Dieser Beitrag gehört zu unserem Überblick aller Hundeauslaufgebiete in Berlin.
Auf einen Blick
- Bezirk: Spandau – Halbinsel zwischen Pichelssee und Stößensee in der Havel
- Größe: rund 40 Hektar, eines der zwölf ausgewiesenen Auslaufgebiete Berlins
- Freilauf: ja, ganzjährig – aber nicht eingezäunt
- Wasser: Hundestrand an der fließenden Havel (saubereres Wasser als stehende Seen)
- Highlight: Plateau im oberen Wald mit Aussicht auf Havel und Segelboote
- Anfahrt: Bus M49/X34/X49; Auto über den Siemenswerder Weg
Inhalt
Was macht Pichelswerder besonders?
Pichelswerder ist eine bewaldete Halbinsel im Westen Berlins, die zwischen Pichelssee und Stößensee in die Havel ragt – früher eine Insel, seit dem Bau der Heerstraße mit dem Festland verbunden. Auf rund 40 Hektar kombiniert das Gebiet, was sonst selten zusammenkommt: direkten Wasserzugang, hügeligen Wald und offene Aussichtspunkte. Es ist eines der zwölf offiziell ausgewiesenen Hundeauslaufgebiete Berlins, in denen Hunde ganzjährig ohne Leine laufen dürfen.
Warum ist der Hundestrand an der Havel so gut?
Der entscheidende Unterschied zu Seen wie dem Grunewaldsee: Die Havel ist ein Fließgewässer. Durch die Wasserbewegung ist die Qualität oft besser und das Risiko von Blaualgen geringer als in stehenden Gewässern – gerade im Hochsommer ein echter Vorteil. Trotzdem gilt auch hier der gesunde Blick aufs Wasser; mehr dazu im Beitrag Blaualgen-Gefahr für Hunde. Der Strand liegt etwas versteckt an der Spitze der Halbinsel – ein kleiner Geheimtipp, an dem Hunde ausgiebig ins Wasser und am Ufer toben können.
Was hat es mit dem Plateau auf sich?
Ein besonderes Ziel ist das Plateau im oberen Waldbereich. Von dort hast du eine wunderschöne Aussicht über die Havel, auf die Segelboote und das gegenüberliegende Ufer – bei gutem Wetter inklusive Sonnenuntergang. Genau diese Kombination aus Hundestrand unten und Aussicht oben macht den Reiz einer Runde über Pichelswerder aus.
Wie ist das Gelände – und für welche Hunde?
Das Waldstück ist leicht hügelig und von vielen schmalen Pfaden durchzogen; im Unterholz raschelt es ständig, was schnüffelfreudige Hunde lieben. Der dichte Baumbestand spendet viel Schatten. Ein wichtiger Punkt: Das Gebiet ist nicht eingezäunt und grenzt an Wasser und Straße – für Hunde mit unsicherem Rückruf besteht also Weglaufgefahr. Wer den Rückruf im Griff hat, findet hier eine ruhigere, naturnahe Alternative zum vollen Grunewald.
Was gibt es vor Ort?
Entlang des Ufers lässt sich der Hügel umrunden; unterwegs liegt ein kleiner, biergartenähnlicher Imbissbetrieb mit Aussicht aufs Wasser – ideal für eine Pause. Am gegenüberliegenden Stößenseeufer lädt zudem das Restaurantschiff „Alte Liebe" (Ecke Havelchaussee/Am Postfenn) zum Verweilen ein. Wer die Runde verlängern möchte, kann die angrenzenden Tiefwerder Wiesen anhängen – dort gilt allerdings Leinenpflicht.
Wie komme ich hin?
Mit dem Auto über die Heerstraße bis zum Siemenswerder Weg am Stößensee; gleich an der Einmündung gibt es Parkflächen. Mit der BVG bringt dich der Bus M49 bis zur Haltestelle Pichelswerder, die Busse X34 und X49 halten an Alt-Pichelsdorf. Worauf du bei Hunden in Bus und Bahn achten musst, steht im Beitrag Hunde in Berlin unterwegs.
Diese Seite dient der lokalen Orientierung (Stand Juni 2026). Maßgeblich sind die Beschilderung und die Hinweise vor Ort sowie die jeweils gültigen Regelungen des Landes Berlin und des zuständigen Bezirks.
Sascha Wiengarn
Gründer & Geschäftsführer von BARFbike. Schreibt über artgerechte Rohfütterung aus der Praxis eines Berliner BARF-Lieferdienstes. Mehr über BARFbike
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