BARF gefroren portionieren
Gefrorenes BARF zu portionieren ist kein Hexenwerk – außer man hat einen 500-Gramm-Frostblock, braucht 80 Gramm und kein gutes Verhältnis zu Messern. In der Praxis ist das selten eine Frage von Können, sondern von der richtigen Form. Wer richtig füttern will, ohne jeden Tag am Tiefkühler zu kämpfen, braucht vor allem eine Struktur, die zur eigenen Fütterung passt. Hier kommen die Methoden, die wirklich funktionieren.
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Das Problem mit Frostblöcken
Viele BARF-Produkte kommen als kompakter Block, oft in festen 500-Gramm-Einheiten. Brauchst du nur einen Teil davon, bleibt meist nur: komplett antauen, mit Messer oder Säge abbrechen – oder der berühmte Gedanke „dann eben morgen wieder". Das kostet nicht nur Nerven, sondern erhöht auch das Risiko, dass die Kühlkette unnötig unterbrochen wird, weil der ganze Block immer wieder antaut und zurück ins Eis wandert. Genau hier entsteht der meiste Frust beim BARFen – nicht beim Füttern selbst.
Selbst portionieren: die besten Methoden
Wenn du Blockware oder selbst gemischtes BARF hast, gibt es ein paar einfache Wege, dir das spätere Leben zu erleichtern – am besten gleich beim Einfrieren:
- Vorportionieren: Teile die Menge schon vor dem Einfrieren in Tagesportionen auf, etwa in kleine Beutel oder Dosen. Einmal Arbeit, danach nie wieder sägen.
- Würfel- und Silikonformen: BARF in Eiswürfel- oder Silikon-Backformen einfrieren ergibt gleich große Portionen, die sich einzeln herauslösen lassen. Praktisch, wenn deine Portionen meist gleich groß sind.
- Flachfrieren: Die Ration flach in einem Gefrierbeutel einfrieren und vor dem Vollfrosten mit dem Messerrücken ein Raster eindrücken – dann lassen sich später einzelne Stücke abbrechen, ohne den ganzen Block aufzutauen.
Alle drei Methoden lösen dasselbe Grundproblem: Du musst nicht jedes Mal eine große Menge gemeinsam auftauen. Wie das Ganze sauber gelagert wird, steht im Beitrag BARF richtig aufbewahren.
Noch einfacher: lose gefrostete Ware
Am entspanntesten ist es, wenn das Portionieren gar nicht erst anfällt. Lose gefrostetes BARF besteht aus einzelnen, voneinander getrennten Stücken – vergleichbar mit Tiefkühlgemüse. Du entnimmst genau die Menge, die gerade gebraucht wird, ob 50, 100 oder ein paar Gramm, und der Rest bleibt tiefgekühlt und wandert sofort zurück in den Tiefkühler. Kein Antauen ganzer Packungen, kein Zerteilen gefrorener Blöcke, keine Improvisation mit Küchenwerkzeug, das nie dafür gedacht war. Ein großer Teil des BARFbike-Sortiments ist genau so aufgebaut, weil sich das im Alltag schlicht am leichtesten handhaben lässt.
Welche Methode passt zu wem?
Es kommt darauf an, wie konstant deine Portionen sind. Wer immer dieselbe Menge füttert, fährt mit vorportionierten Beuteln oder Würfelformen bestens. Wer dagegen flexibel füttert, mehrere Hunde versorgt oder die Menge öfter anpasst – etwa bei kleinen Hunden oder im Gewichtsprojekt –, profitiert am meisten von loser Ware, weil sich die Tagesmenge frei entnehmen lässt. Wie viel Aufwand BARF insgesamt macht und warum lose Ware so viel vereinfacht, behandelt der Beitrag Ist BARF aufwendig?.
Unterm Strich: Gefrorenes BARF zu portionieren ist eine Frage der Struktur, nicht des Talents. Ob du beim Einfrieren vorportionierst, mit Formen arbeitest oder gleich lose gefrostete Ware nimmst – Hauptsache, du musst nicht täglich an einem Block sägen. Dann bleibt mehr Energie für das Wesentliche: den Hund.
Sascha Wiengarn
Gründer & Geschäftsführer von BARFbike. Schreibt über artgerechte Rohfütterung aus der Praxis eines Berliner BARF-Lieferdienstes. Mehr über BARFbike