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Shopware B2B Plugin

Shopware Bestelllisten: Wiederkehrende Warenkörbe speichern

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Die meisten Bestellungen im Geschäftskundengeschäft sind keine neuen Entscheidungen. Es sind Wiederholungen: dieselbe Grundausstattung für einen Standort, dasselbe Verbrauchsmaterial für die Produktion, dasselbe Ersatzteilpaket für eine Maschine. Der Einkäufer weiß genau, was er braucht — er hat es letzten Monat schon einmal zusammengestellt.

Trotzdem beginnt er in vielen Shops jedes Mal von vorn. Bestelllisten machen aus dieser Wiederholung das, was sie sein sollte: einen Vorgang von zwei Minuten. Dieser Artikel zeigt, wie Bestelllisten aufgebaut sind, warum sie etwas anderes sind als Wunschlisten und wo der Übergang zum automatisierten Abo liegt.

Die Ertragswerke B2B Suite bringt benannte Bestelllisten mit, aus denen sich auf Wunsch ein Liefer-Abo machen lässt. Für dich als Händler ist das der wirksamste Hebel auf die Wiederbestellrate — was gespeichert ist, wird wieder bestellt.

Was ist eine Bestellliste in Shopware?

Eine gespeicherte Zusammenstellung aus Artikeln und Mengen, die ein Geschäftskunde unter einem selbst gewählten Namen ablegt und später mit wenigen Klicks erneut in den Warenkorb lädt. Sie bildet einen wiederkehrenden Bedarf ab — nicht eine Merkliste interessanter Produkte, sondern eine operative Beschaffungsvorlage.

Was eine gute Bestellliste enthält

  • Artikel mit den üblichen Mengen
  • einen sprechenden Namen, der ohne Nachdenken erkennbar ist
  • die Möglichkeit, Positionen zu ergänzen oder zu entfernen
  • optional eine Notiz, etwa zur zuständigen Kostenstelle

Der Name klingt nebensächlich, ist aber entscheidend für die Nutzung. „Warenkorb vom 14.03." nutzt niemand wieder. „Verbrauchsmaterial Produktion" oder „Grundausstattung Standort Berlin" schon.


Wie unterscheidet sich eine Bestellliste von einer Wunschliste?

Eine Wunschliste sammelt Kaufwünsche, über die noch entschieden wird. Eine Bestellliste enthält einen feststehenden Bedarf, der regelmäßig ausgelöst wird — inklusive Mengen. Die Wunschliste ist ein Merkzettel im Auswahlprozess, die Bestellliste ein Arbeitsmittel in der Wiederbeschaffung.

Wunschliste Bestellliste
Zweck Vormerken, vergleichen Wiederbeschaffen
Mengen Meist nicht relevant Zentral
Typischer Nutzer Privatkunde, Neukunde Einkäufer mit festem Bedarf
Häufigkeit der Nutzung Einmalig Regelmäßig
Was daraus wird Vielleicht eine Bestellung Fast sicher eine Bestellung

Warum die Unterscheidung praktisch relevant ist

Wer die Wunschliste als Bestellliste verkauft, bekommt Rückfragen. Der Einkäufer sucht ein Feld für die Menge und findet keines. Er sucht eine Möglichkeit, mehrere Listen parallel zu führen, und findet eine. Und er sucht die Option, die ganze Liste auf einmal zu übernehmen, statt Position für Position. Diese drei Dinge machen den Unterschied aus.


Können Geschäftskunden mehrere Bestellvorlagen speichern?

Ja, und das ist der Regelfall. Ein Kunde führt in der Praxis mehrere Listen parallel, weil er unterschiedliche Bedarfe hat — nach Standort, nach Abteilung, nach Turnus oder nach Maschine. Eine einzige Liste je Kunde würde das Prinzip verfehlen.

Typische Listen in der Praxis

Listenname Was darin steht Turnus
Grundausstattung Standort Berlin Erstausstattung für neue Arbeitsplätze Bei Bedarf
Verbrauchsmaterial Produktion Reiniger, Handschuhe, Tücher Wöchentlich
Monatsbestellung Praxis Standardbedarf einer Filiale Monatlich
Ersatzteilpaket Maschine A Verschleißteile für eine Anlage Bei Wartung

Persönlich oder firmenweit

Wie bei Favoriten lohnt die Unterscheidung: Manche Listen gehören einem einzelnen Mitarbeiter, andere sind firmenweit gültig und sollen von jedem Besteller genutzt werden können. Eine firmenweite Liste „Monatsbestellung Standort Nord" stellt sicher, dass auch die Urlaubsvertretung dasselbe bestellt.


Wie wird eine Bestellliste erneut in den Warenkorb übernommen?

Über eine Sammelübernahme: Der Kunde öffnet die Liste, prüft oder ändert einzelne Mengen und übernimmt alle Positionen gemeinsam in den Warenkorb. Dort greifen die für seine Firma gültigen Preise und Regeln, und er schließt regulär ab. Die Liste selbst bleibt unverändert bestehen und kann beim nächsten Mal wieder verwendet werden.

Was bei der Übernahme geprüft werden muss

Prüfung Warum
Ist der Artikel noch verfügbar Ausgelaufene Artikel dürfen nicht stillschweigend fehlen
Ist er für diese Firma freigegeben Sortimentsänderungen wirken auch auf alte Listen
Gilt ein aktueller Preis Konditionen können sich seit dem Speichern geändert haben
Passt die Menge zur Verpackungseinheit Gebindegrößen können sich ändern

Wichtig ist die Rückmeldung. Konnte eine Position nicht übernommen werden, muss der Kunde das sehen — sonst bestellt er unbemerkt unvollständig. Das ist derselbe Grundsatz wie beim CSV-Import: lieber eine sichtbare Meldung als eine stille Lücke.

Änderungen an der Liste selbst

Eine Bestellliste sollte pflegbar sein, ohne sie neu anzulegen: Positionen ergänzen, Mengen dauerhaft anpassen, ausgelaufene Artikel ersetzen. Ein Kunde, der für jede Änderung eine neue Liste erstellen muss, hat nach einem Jahr sieben Varianten derselben Liste — und weiß nicht mehr, welche aktuell ist.


Für welche Einkaufsprozesse eignen sich Bestelllisten?

Überall dort, wo dieselbe Zusammenstellung wiederkehrt, ohne dass ein fester Termin dahintersteht. Bestelllisten sind der richtige Weg, wenn der Bedarf zwar bekannt, der Zeitpunkt aber variabel ist — anders als beim Abo, das nach einem festen Rhythmus arbeitet.

Passende Konstellationen

  • Verbrauchsmaterial, das bei Bedarf nachbestellt wird
  • Grundausstattung für neue Standorte oder Arbeitsplätze
  • Ersatzteilpakete für wiederkehrende Wartungen
  • Saisonale Zusammenstellungen, die jedes Jahr ähnlich aussehen
  • Standardbestellungen einer Filiale, deren Rhythmus schwankt

Weniger geeignet

Bei stark wechselnden Bedarfen bringt eine gespeicherte Liste wenig — dort ist die Schnellbestellung mit Favoriten der bessere Weg. Und bei völlig planbarer Wiederbeschaffung zu festen Terminen ist das Liefer-Abo die konsequentere Lösung.


Kann aus einer Bestellliste ein Bestell-Abo entstehen?

Ja, und das ist der natürliche nächste Schritt. Stellt sich heraus, dass eine Liste immer im selben Rhythmus bestellt wird, lässt sie sich in ein Abo überführen. Je nach Konfiguration erinnert das System dann an die fällige Bestellung oder löst sie automatisch aus.

Wann der Wechsel sinnvoll ist

Der Auslöser ist Regelmäßigkeit. Wird eine Liste dreimal hintereinander im gleichen Abstand bestellt, ist der Bedarf planbar — und der manuelle Schritt überflüssig. Für dich bedeutet das planbaren Umsatz, für den Kunden eine Aufgabe weniger.

Der Unterschied in einem Satz

Eine Bestellliste wartet darauf, dass jemand sie benutzt. Ein Abo läuft von selbst. Welche Intervalle beim Bestell-Abo möglich sind und wie sich Positionen vor dem Termin anpassen lassen, ist der nächste Schritt.


Wie setzt die Ertragswerke B2B Suite Bestelllisten um?

Der Kunde speichert einen Warenkorb unter einem frei wählbaren Namen und lädt ihn später mit wenigen Klicks erneut. Mehrere Listen lassen sich parallel führen. Aus einer Bestellliste kann zusätzlich ein Liefer-Abo entstehen, das je nach Einstellung an die nächste Bestellung erinnert oder sie zum festgelegten Termin automatisch auslöst.

Was beim Laden greift

Die Übernahme in den Warenkorb läuft über die regulären Mechanismen: die für die Firma hinterlegten Preise und Staffeln, das freigegebene Sortiment und das Einkaufslimit des bestellenden Mitarbeiters. Eine Bestellung aus einer Liste, die über dem Limit liegt, löst denselben Freigabeprozess aus wie jede andere.

Das Zusammenspiel mit Favoriten

Favoriten und Bestelllisten lösen ähnliche Probleme auf unterschiedlichen Ebenen. Favoriten sind eine Arbeitsliste in der Schnellbestellung, in die der Kunde jedes Mal neue Mengen einträgt. Eine Bestellliste enthält die Mengen bereits. Wer wöchentlich unterschiedliche Mengen derselben Artikel bestellt, arbeitet mit Favoriten. Wer immer dasselbe bestellt, mit einer Liste.

Favoriten Bestellliste
Enthält Mengen Als Standardmenge, änderbar Fest gespeichert
Ort Schnellbestellung Eigener Bereich im Konto
Anzahl Eine Arbeitsliste Beliebig viele
Passt bei Wechselnden Mengen Gleichbleibendem Bedarf

Kompatibilität

Die Ertragswerke B2B Suite ist mit Shopware 6.6 und 6.7 kompatibel. Aus einer geladenen Bestellliste entsteht ein regulärer Shopware-Warenkorb und daraus eine reguläre Bestellung.


Häufige Fragen

Wie viele Bestelllisten kann ein Kunde anlegen?

Praktisch begrenzt nur die Übersichtlichkeit. Ab etwa zehn Listen lohnt es sich, über Benennung und Struktur nachzudenken, damit sie auffindbar bleiben.

Können mehrere Mitarbeiter dieselbe Liste nutzen?

Bei firmenweiten Listen ja. Das ist besonders bei Urlaubsvertretungen wertvoll — die Vertretung bestellt dasselbe wie der Kollege.

Was passiert, wenn ein Artikel aus der Liste nicht mehr geführt wird?

Er kann nicht übernommen werden und wird in der Rückmeldung ausgewiesen. Sinnvoll ist ein Hinweis auf einen Nachfolgeartikel, sofern du einen führst.

Bleiben die Preise aus dem Zeitpunkt des Speicherns erhalten?

Nein. Es gelten immer die aktuellen Konditionen der Firma. Eine Liste speichert Artikel und Mengen, keine Preise.

Kann ich als Händler Listen für einen Kunden vorbereiten?

Das ist ein sehr wirksamer Schritt bei der Neukundenbetreuung. Eine vorbereitete Liste mit dem vereinbarten Rahmensortiment senkt die Hürde zur ersten Onlinebestellung erheblich.

Lässt sich eine Bestellliste exportieren?

Über den CSV-Export ausgeführter Bestellungen lässt sich derselbe Zweck erreichen. Für den umgekehrten Weg — Liste aus einer Datei aufbauen — nutzt du den CSV-Import und speicherst das Ergebnis als Liste.

Gelten Einkaufslimits auch bei Bestellungen aus einer Liste?

Ja. Eine Liste ist ein anderer Eingang, kein anderer Prozess. Limits, Freigaben und Sortimentsregeln greifen unverändert.


Bestelllisten sind ein Baustein neben Schnellbestellung, CSV-Import und Liefer-Abos. Wie diese Bestellwege zusammen mit Firmenkonten, Preisen und Freigaben ein durchgängiges System ergeben, zeigt unsere Übersicht zum Shopware B2B Plugin.