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Shopware Content Manager

Shopware Landing Page erstellen: Shopping Experiences richtig einsetzen

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Ertragswerke · Shopware SEO · Juli 2026

Landing Pages in Shopware werden über die Shopping Experiences erstellt – Shopwares eingebautem Page-Builder. Das ist mächtiger als viele denken, aber es hat Tücken: SEO-relevante Einstellungen die im Standard-Backend versteckt sind, Performance-Fallen durch zu viele Elemente, und Canonical-Probleme wenn dieselbe Seite über verschiedene Wege erreichbar ist. Dieser Artikel zeigt wie Landing Pages in Shopware richtig gebaut werden.

Für einzelne Kampagnenseiten reichen Erlebniswelten aus. Sobald daraus regelmäßig Inhalte werden, wird das Anlegen, Layouten und Zuweisen je Seite zur Fleißarbeit — dann ist ein eigener Redaktionsbereich der schnellere Weg, wie ihn der Shopware Content Manager mitbringt.

Wofür Landing Pages in Shopware eingesetzt werden

Landing Pages im Shopware-Kontext haben zwei verschiedene Einsatzzwecke die sich in Aufbau und SEO-Anforderungen unterscheiden:

  • SEO-Landing-Pages: dauerhaft online, optimiert auf ein spezifisches Keyword, mit Produktlisten und Content-Elementen. Ziel: organischen Traffic für einen Begriff anziehen der nicht über eine Standard-Kategorie abgedeckt wird. Beispiel: „Starterset für Werkstätten" als eigene Seite wenn es keine Kategorie mit genau diesem Namen gibt.
  • Kampagnen-Landing-Pages: zeitlich begrenzt, für Ads oder E-Mail-Kampagnen, minimales Design mit einem klaren Call-to-Action, kein SEO-Fokus. Ziel: Conversion maximieren für eingehenden Kampagnen-Traffic.

Beide werden technisch gleich erstellt – in den Zielen, im Aufbau und in den SEO-Einstellungen unterscheiden sie sich aber deutlich.

Landing Page erstellen: Schritt für Schritt

1. Neue Erlebniswelt anlegen

Unter Inhalte → Erlebniswelten → Neu: Typ „Landingpage" wählen. Damit wird die Seite als eigenständige URL angelegt ohne Kategorie-Einbindung in die Navigation. Name vergeben, dieser Name ist nur intern sichtbar.

2. URL manuell setzen

Im Reiter „SEO" der Erlebniswelt die URL manuell eintragen. Nicht den automatisch generierten Namen verwenden – er enthält meistens interne IDs oder schlecht formulierte Slugs. Kurze, keyword-haltige URL wählen: /starterset-werkstatt statt /erlebniswelt-47-starterset-werkstattbedarf.

3. Elemente hinzufügen

Im Page-Builder die gewünschten Elemente einfügen: Hero-Bild oben, Text-Block mit dem Haupt-Content, Produkt-Slider oder Produkt-Grid, CTA-Button, ggf. FAQ-Bereich unten. Reihenfolge: zuerst der Content der dem Besucher erklärt warum er hier richtig ist, dann die Produkte, dann der CTA.

4. SEO-Einstellungen befüllen

Im SEO-Tab: Meta-Titel, Meta-Description und Canonical-URL setzen. Besonders Canonical ist wichtig wenn dieselbe Seite über verschiedene Wege erreichbar ist.

SEO-Einstellungen für Landing Pages

Das häufigste Problem mit Landing Pages in Shopware: sie werden gebaut aber nicht für SEO konfiguriert. Shopware füllt dann Meta-Titel und Description mit dem internen Seitennamen oder lässt sie leer. Google zeigt dann im Suchergebnis selbst gewählten Text – meistens nicht das was man haben will.

  • Meta-Titel: Keyword das die Seite anpeilt, vorne, maximal 60 Zeichen
  • Meta-Description: Was bekommt der Besucher auf dieser Seite, Formulierung mit Handlungsaufforderung, 140–155 Zeichen
  • H1 auf der Seite: Das erste Text-Element sollte eine H1-Überschrift sein die das Haupt-Keyword enthält. Im Page-Builder als Überschrift-Element mit H1-Format setzen.
  • Alt-Texte für alle Bilder: jedes Bild das über den Page-Builder eingefügt wird, braucht einen Alt-Text
  • Canonical: auf die eigene URL der Seite setzen – verhindert Duplicate-Content wenn die Seite über verschiedene Pfade erreichbar ist
Index oder noindex? SEO-Landing-Pages: index. Kampagnen-Landing-Pages: noindex (sie sollen nicht dauerhaft ranken, und Kampagneninhalte sind nach Ende der Kampagne veraltet). Die Einstellung findet sich im SEO-Tab der Erlebniswelt.

Welche Elemente sich für SEO-Landing-Pages bewährt haben

Eine SEO-Landing-Page die ranken und konvertieren soll, braucht mehr als ein schönes Layout. Bewährte Struktur von oben nach unten:

  • Hero-Bereich: klare H1 mit Keyword, kurze Beschreibung was der Besucher bekommt, optionaler CTA-Button für kaufbereite Besucher
  • Text-Block: 200–400 Wörter echter Inhalt der die Suchanfrage beantwortet und das Keyword und seine Variationen natürlich enthält
  • Produkt-Grid: relevante Produkte direkt auf der Seite ohne weiteren Klick erreichbar
  • Vertrauenselemente: Kundenbewertungen, Gütesiegel, Lieferversprechen
  • FAQ-Bereich: drei bis fünf Fragen die Interessenten typischerweise stellen, mit FAQPage-Schema versehen
  • Abschließender CTA: für Besucher die bis zum Ende scrollen ohne gekauft zu haben

Performance: was Landing Pages in Shopware verlangsamt

Page-Builder-Seiten haben eine Performance-Tendenz: je mehr Elemente, desto schwerer die Seite. Shopping-Experience-Elemente laden teilweise JavaScript nach das den ersten Seitenaufbau verzögert. Was zu beachten ist:

  • Bilder im Hero-Bereich so klein wie nötig – das ist fast immer das größte Element der Seite (LCP)
  • Slider und Karussell-Elemente laden oft mehr JavaScript als einfache Grid-Layouts – wenn möglich Grid bevorzugen
  • Video-Einbettungen direkt auf der Seite sind Performance-Killer – als Thumbnail mit Klick-Aktivierung einbetten
  • Zu viele Produkt-Elemente auf einer Seite verlangsamen den Load – Pagination oder „Mehr laden"-Button statt alle Produkte sofort

Kampagnen-Landing-Pages: andere Anforderungen

Landing Pages für Ads oder E-Mail-Kampagnen folgen anderen Regeln als SEO-Seiten. Sie sollen einen einzigen Besucher-Typ konvertieren der über einen spezifischen Kanal kommt – und der bereits Kontext hat (er hat die Ad oder E-Mail gesehen). Was das bedeutet:

  • Kein Header-Menü – der Besucher soll nicht abgelenkt werden und zur Startseite navigieren
  • Ein einziger CTA – keine Auswahl, kein „oder schau dir auch das an"
  • Botschaft der Seite muss zur Botschaft der Ad passen – wenn die Ad „30 % auf alle Werkzeugkoffer" verspricht, muss das auf der Landing Page der erste Text sein
  • noindex setzen – diese Seite soll nicht organisch ranken
  • Nach Kampagnenende: Seite auf 301-Redirect zur Hauptkategorie oder auf offline setzen

Häufige Fragen

Kann ich eine Landing Page in die Navigation einbinden?

Ja. Im Navigationsbereich kann eine Erlebniswelt als Navigationspunkt verlinkt werden. Für SEO-Landing-Pages die Traffic aus der organischen Suche bekommen sollen, ist das sogar sinnvoll – eingehende interne Links stärken die Seite.

Wie viele Landing Pages sollte ein Shop haben?

Keine feste Zahl. Jede Landing Page sollte einen klaren Grund haben: ein Keyword das eine Standard-Kategorie nicht abdeckt, eine Kampagne mit spezifischer Botschaft, ein Produktbundle das es so als Kategorie nicht gibt. Landing Pages ohne eigenen Suchbegriff oder Kampagnen-Zweck sind Content-Overhead.

Darf ich dieselbe Landing Page für verschiedene Ads einsetzen?

Möglich, aber selten optimal. Verschiedene Ads sprechen verschiedene Nutzergruppen an – idealerweise landet jede Zielgruppe auf einer Seite die zur Botschaft der Ad passt. Für A/B-Tests ist eine gemeinsame Basis-Seite mit Varianten-URLs sinnvoller als mehrere komplett verschiedene Seiten.

Ertragswerke Content Manager

SEO-Einstellungen für Erlebniswelten systematisch verwalten – Meta-Tags, strukturierte Daten und interne Links über alle Landing Pages.

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Sascha Wiengarn
Sascha Wiengarn

Geschäftsführer Rawmantiker UG. Hat mehr Landing Pages ohne H1 und Meta-Tags gesehen als ihm lieb ist.