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Shopware Pfand & Mehrweg Plugin

Produktinformationen "Shopware Pfand & Mehrweg Plugin"

Shopware 6 Plugin Shopware 6.6 & 6.7 Steuerkorrekt nach Artikel

Ertragswerke Pfand & Mehrweg – Pfand, das steuerlich stimmt

Shopware kennt keinen Pfand. Wer Getränke, Gebinde oder eigene Mehrwegbehälter verkauft, behilft sich mit Zusatzartikeln, Varianten oder einem Aufschlag im Preis – und bekommt spätestens beim Steuerberater ein Problem. Dieses Plugin ergänzt Pfand als eigene Warenkorbposition mit eigenem Steuersatz, und führt nebenbei Buch darüber, wie viele Behälter draußen sind.

Warum Pfand in Shopware nicht vorgesehen ist

Shopware kennt einen Artikelpreis und einen Steuersatz je Artikel. Pfand passt in dieses Modell nicht, weil er beides sprengt: Er gehört nicht zum Warenwert, er wird nicht rabattiert, und sein Steuersatz kann sich vom Artikel unterscheiden. Ein Getränk mit 7 Prozent kann Pfand mit 19 Prozent tragen.

In der Praxis behelfen sich Shops mit drei Notlösungen, und jede hat ihren Preis. Der Pfand im Artikelpreis ist am schnellsten eingerichtet und am teuersten in der Buchhaltung, weil der Pfandanteil nirgends getrennt ausgewiesen wird. Der Pfand als zusätzlicher Artikel wird von Rabattaktionen mitgenommen, taucht in Bestsellerlisten auf und muss von Hand in jeden Warenkorb gelegt werden. Die Pfandvariante vervielfacht den Katalog und macht die Suche unbrauchbar.

Gemeinsam ist allen dreien, dass die Rückgabe nirgends abgebildet ist. Wer Mehrwegbehälter ausgibt, hat nach ein paar Monaten keine Ahnung mehr, wie viele davon im Umlauf sind.

Pfand als eigene Position statt versteckt im Preis

Am Produkt hinterlegst du drei Dinge: den Pfandbetrag, die Bezeichnung und die Steuerregel. Das war die Einrichtung. Legt ein Kunde das Produkt in den Warenkorb, ergänzt das Plugin den Pfand automatisch als eigene Position – sichtbar ausgewiesen, mit eigenem Steuersatz und ausdrücklich nicht rabattierbar.

Der letzte Punkt ist der, den man am ehesten unterschätzt. Eine Zwanzig-Prozent-Aktion soll den Warenwert verbilligen, nicht das Pfand. Wo Pfand als normaler Artikel liegt, nimmt jeder Rabattgutschein ihn mit – und du verschenkst bei jeder Bestellung ein paar Cent, die dir bei der Rücknahme fehlen. Hier bleibt der Pfandbetrag unangetastet, egal welche Aktion läuft.

Die Steuerfrage: fix oder geerbt

Je Produkt wählst du, wie der Pfand besteuert wird:

  • Fix 19 Prozent – der Normalfall für Einwegpfand und die meisten Gebinde.
  • Fix 7 Prozent – für Konstellationen, in denen der ermäßigte Satz gilt.
  • Vom Artikel geerbt – der Pfand folgt dem Steuersatz des Produkts, an dem er hängt.

Die Entscheidung fällt einmal je Produkt und gilt danach überall: im Warenkorb, auf der Rechnung, in der Bestellung, im Export an die Buchhaltung. Du musst sie nicht in jeder Bestellung neu treffen, und niemand kann sie versehentlich überschreiben.

Gebinde, Kasten und mehrstufiger Pfand

Ein Kasten Wasser trägt Pfand auf zwei Ebenen: auf jeder einzelnen Flasche und auf dem Kasten selbst. Wer das mit Zusatzartikeln abbildet, rechnet ab dem zweiten Kasten falsch.

Das Plugin behandelt beide Ebenen getrennt und rechnet sie über die Menge korrekt hoch. Bestellt jemand drei Kästen zu je zwölf Flaschen, stehen am Ende sechsunddreißig Flaschenpfand und drei Kastenpfand in der Bestellung – als zwei Positionen mit den jeweils richtigen Beträgen, nicht als eine Summe, die niemand nachvollziehen kann.

Das Mehrweg-Konto: wer hat wie viele Behälter

Der zweite Teil des Plugins ist der, den Einwegpfand nicht braucht und Mehrweg dringend: eine Übersicht darüber, was tatsächlich draußen ist.

  • Welcher Kunde hat wie viele Behälter – und seit wann.
  • Lagerbestand und Umlauf getrennt ausgewiesen statt in einer Zahl vermischt.
  • Wie viele Behälter aktuell verfügbar sind, in Echtzeit.
  • Rückgaben und ihre Historie, nachvollziehbar je Kunde.
  • Die offenen Pfandverbindlichkeiten – je Kunde und in Summe.

Der letzte Punkt ist der, nach dem der Steuerberater fragt. Ausgegebener Pfand ist eine Verbindlichkeit, keine Einnahme. Wer sie nicht beziffern kann, schätzt sie – und schätzt in der Regel zu niedrig.

Gilt im Shop wie an der Kasse

Die Pfandlogik hängt am Produkt, nicht am Verkaufskanal. Sie greift deshalb überall gleich: im Onlineshop, bei einer im Backend angelegten Bestellung und im Ladenverkauf über Ertragswerke POS. Ein Kunde, der online bestellt und im Laden zurückgibt, landet auf demselben Konto.

Häufige Fragen

Kann ich unterschiedliche Pfandbeträge für verschiedene Produkte hinterlegen?

Ja. Betrag, Bezeichnung und Steuerregel werden je Produkt gepflegt. Flaschenpfand von 0,25 Euro, Bügelflasche mit 0,15 Euro und ein Kastenpfand von 1,50 Euro können parallel im selben Shop laufen.

Wird der Pfand von Rabattaktionen erfasst?

Nein, und das ist ausdrücklich so gebaut. Die Pfandposition ist als nicht rabattierbar markiert. Prozentuale Aktionen, Gutscheincodes und Staffelrabatte greifen auf den Warenwert zu, nicht auf den Pfand.

Was passiert bei einer Retoure?

Die Pfandposition wird wie jede andere Position der Bestellung behandelt und lässt sich mit erstatten. Die Rückgabe von Mehrwegbehältern wird im Mehrweg-Konto erfasst, sodass der Umlauf wieder sinkt.

Brauche ich die Ertragswerke Warenwirtschaft dafür?

Nein, das Pfand-Plugin läuft eigenständig. Im Zusammenspiel mit der Warenwirtschaft wird der Behälterumlauf allerdings Teil der Bestandsplanung, statt eine getrennte Liste zu bleiben.

Funktioniert das auch mit Shopware 6.6?

Ja. Das Plugin ist auf 6.6 und 6.7 ausgelegt und bringt seine Storefront-Dateien vorkompiliert mit – es ist kein Theme-Build und kein Node auf dem Server nötig.

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