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Shopware B2B Plugin

Shopware Angebot erstellen: Angebotsanfragen und Preis auf Anfrage

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Nicht jeder Auftrag lässt sich zu einem öffentlich sichtbaren Preis abschließen. Bei Sonderanfertigungen, projektbezogenen Mengen oder Positionen, deren Kalkulation von Ausführung und Liefertermin abhängt, muss über den Preis gesprochen werden. Das ist im Verkauf an Unternehmen kein Ausnahmefall, sondern Alltag.

Solange dafür kein Prozess im Shop existiert, läuft er daneben: Der Interessent schreibt eine Mail, jemand im Vertrieb rechnet, ein PDF wird gebaut, verschickt, nachgefasst. Nach zwei Wochen weiß niemand mehr, welche Version aktuell ist. Dieser Artikel zeigt, wie ein Angebotsprozess direkt im Shop aussieht, wie sich eine Preisanfrage für ein einzelnes Produkt von einem Warenkorb-Angebot unterscheidet, wo die Grenze zu dauerhaften Kundenpreisen verläuft und wie die Ertragswerke B2B Suite das in Shopware 6 abbildet.

Die Ertragswerke B2B Suite bringt beide Wege mit — die Preisanfrage am einzelnen Produkt und das Angebot für den kompletten Warenkorb, jeweils mit PDF im Kundenkonto. Der Nutzen liegt weniger in der Kalkulation als im Abschluss: Ein im Konto angenommenes Angebot muss niemand von Hand zurück ins System übertragen.

Wie kann ein Kunde in Shopware ein Angebot anfragen?

Über zwei getrennte Wege: eine produktbezogene Preisanfrage bei Artikeln, deren Preis bewusst nicht öffentlich steht, und eine Angebotsanfrage für einen vollständig zusammengestellten Warenkorb. In beiden Fällen entsteht ein Vorgang im Backend, den der Händler kalkuliert und als verbindliches Angebot an den Kunden zurückgibt — inklusive PDF im Kundenkonto.

Warum zwei Wege sinnvoll sind

Die beiden Anlässe unterscheiden sich grundlegend. Bei der Preisanfrage weiß der Kunde noch nicht, was etwas kostet. Beim Warenkorb-Angebot kennt er die Preise, will aber über die Gesamtmenge verhandeln. Ein einziger Kontaktbutton für beides führt zu Anfragen, mit denen dein Vertrieb nichts anfangen kann.

Preis auf Anfrage Warenkorb-Angebot
Ausgangspunkt Einzelnes Produkt ohne sichtbaren Preis Kompletter Warenkorb mit bekannten Preisen
Frage des Kunden „Was kostet das?" „Was geht bei dieser Menge?"
Typischer Anlass Sonderanfertigung, Projektartikel, Konfiguration Größere Beschaffung, Jahresbedarf, Ausschreibung
Ergebnis Individueller Positionspreis Rabattiertes Gesamtangebot

Wie funktioniert „Preis auf Anfrage"?

Für ausgewählte Produkte werden Preis und Kaufen-Schaltfläche ausgeblendet und durch eine Anfragemöglichkeit ersetzt. Angemeldete Geschäftskunden können darüber eine konkrete Preisanfrage stellen, in der Regel mit Mengenangabe und Anmerkung. Der Artikel bleibt im Katalog sichtbar und auffindbar — nur der Preis wird individuell verhandelt.

Wann diese Darstellung richtig ist

  • Der Preis hängt von Ausführung, Menge oder Liefertermin ab
  • Es handelt sich um Projektware oder Sonderanfertigungen
  • Du willst Konditionen nicht öffentlich zeigen, weil Wettbewerber mitlesen
  • Der Artikel ist erklärungsbedürftig und ein Beratungsgespräch ist ohnehin nötig

Wann sie schadet

„Preis auf Anfrage" ist kein universelles Werkzeug. Bei Standardartikeln, die andere Anbieter mit Preis auslisten, kostet die Darstellung Conversion — der Interessent vergleicht woanders weiter, statt ein Formular auszufüllen. Setze sie gezielt für die Artikel ein, bei denen eine Kalkulation tatsächlich nötig ist.

Was die Anfrage enthalten sollte

Damit dein Vertrieb ohne Rückfrage kalkulieren kann, gehören in das Formular mindestens die gewünschte Menge, der Wunschtermin und ein Freitextfeld für Ausführungsdetails. Wer das weglässt, holt sich denselben Mailverkehr zurück, den der Prozess eigentlich ersetzen sollte.


Kann ein vollständiger Warenkorb als Angebot angefragt werden?

Ja. Der Kunde stellt seinen Bedarf wie gewohnt zusammen und sendet den Warenkorb statt einer Bestellung als Angebotsanfrage. Positionen, Mengen und die aktuell für ihn gültigen Preise werden dabei übernommen. Der Händler prüft die Anfrage, hinterlegt einen Nachlass oder angepasste Positionspreise und sendet das Angebot zurück.

Der typische Anlass

Ein Einkäufer bereitet den Jahresbedarf vor. Er weiß, was er braucht, kennt seine regulären Konditionen und will wissen, was bei dieser Gesamtmenge möglich ist. Ohne Angebotsfunktion füllt er eine Excel-Liste aus und schickt sie per Mail — und dein Vertrieb überträgt sie mühsam zurück ins System. Mit Angebotsfunktion liegt exakt derselbe Warenkorb bereits strukturiert vor.

Was daran für dich wertvoll ist

Eine Angebotsanfrage ist ein qualifizierter Lead mit vollständigem Warenkorb. Du siehst, welche Artikel in welchen Mengen gefragt sind, wer anfragt und zu welchen Konditionen er heute kauft. Selbst wenn das Angebot nicht angenommen wird, ist das eine Information über Bedarf und Preisniveau, die du sonst nicht bekommst.


Wie bearbeitet der Händler eine Angebotsanfrage?

Im Shopware-Backend. Die Anfrage erscheint als eigener Vorgang mit Kunde, Positionen, Mengen und den aktuell gültigen Preisen. Der Händler kann einen Rabatt hinterlegen oder Positionspreise anpassen, eine Gültigkeit und Anmerkungen ergänzen und das Angebot anschließend freigeben. Der Kunde findet es danach in seinem Firmenkonto.

Ein sinnvoller Bearbeitungsablauf

  1. Anfrage prüfen — Passen Mengen und Artikel zum bekannten Bedarf des Kunden?
  2. Kalkulieren — Nachlass auf die Gesamtsumme oder gezielt einzelne Positionen anpassen
  3. Rahmen setzen — Gültigkeitsdauer und gegebenenfalls eine Mindestabnahme
  4. Anmerkung ergänzen — Lieferzeit, Verpackungseinheit, Hinweise zur Ausführung
  5. Freigeben — Angebot wird dem Kunden im Konto bereitgestellt

Statusführung, die Rückfragen erspart

Status Bedeutung
Angefragt Beim Händler zur Bearbeitung
In Bearbeitung Wird kalkuliert
Angeboten Liegt beim Kunden zur Entscheidung
Angenommen Konditionen gelten für den Vorgang
Abgelehnt Kunde hat nicht zugestimmt
Abgelaufen Gültigkeit überschritten

Beide Seiten sehen denselben Status. Das erspart die Nachfrage „Haben Sie mein Angebot schon bekommen?" — die häufigste Mail in jedem Angebotsprozess ohne System.


Können Angebote als PDF bereitgestellt werden?

Ja. Zu jedem freigegebenen Angebot lässt sich ein PDF erzeugen, das der Kunde im Firmenkonto herunterlädt. Das ist im Einkauf oft Pflicht: Das Dokument wandert in die interne Ablage, geht an die Geschäftsführung zur Genehmigung oder wird einer Ausschreibung beigelegt. Ohne PDF bleibt der digitale Prozess auf halbem Weg stehen.

Was auf ein B2B-Angebot gehört

  • Angebotsnummer und Datum
  • Gültigkeitsdauer
  • Kunde mit Firmierung und Ansprechpartner
  • alle Positionen mit Artikelnummer, Menge, Einzel- und Gesamtpreis netto
  • ausgewiesener Nachlass
  • Gesamtsumme netto, Umsatzsteuer und Bruttobetrag
  • Zahlungs- und Lieferbedingungen
  • Ansprechpartner auf deiner Seite

Der Punkt, an dem Angebote scheitern

Nicht an der Kalkulation, sondern an der Gültigkeit. Ein Angebot ohne Frist bleibt ewig im Raum stehen, und irgendwann bezieht sich jemand auf Konditionen von vor acht Monaten. Setze immer eine Gültigkeitsdauer und weise sie im PDF sichtbar aus.


Wie nimmt ein Geschäftskunde ein Angebot an?

Im Firmenkonto. Dort sieht er alle erhaltenen Angebote mit Status und Gültigkeit, kann das PDF herunterladen und das Angebot annehmen oder ablehnen. Ein angenommenes Warenkorb-Angebot wird im weiteren Bestellprozess berücksichtigt, sodass der Kunde direkt zu den vereinbarten Konditionen bestellen kann.

Warum der Abschluss im Konto entscheidend ist

Ein Angebot, das nur als PDF im Postfach liegt, muss manuell zurück ins System — jemand legt eine Bestellung an oder korrigiert Preise von Hand. Genau dieser Bruch verursacht Fehler und Verzögerung. Wenn die Annahme im Konto erfolgt, ist der vereinbarte Preis der Preis, mit dem der Warenkorb weiterläuft.

Die Rolle interner Freigaben

Größere Angebote brauchen beim Kunden häufig selbst eine Genehmigung. Das PDF dient dann der internen Abstimmung, die Annahme erfolgt anschließend durch die berechtigte Person. Läuft die daraus entstehende Bestellung über einem Einkaufslimit, greift zusätzlich der Freigabeprozess — beide Mechanismen ergänzen sich, statt sich zu blockieren.


Wie setzt die Ertragswerke B2B Suite Angebote um?

Die Suite stellt beide Wege bereit: „Preis auf Anfrage" mit ausgeblendetem Preis und Kaufen-Button für ausgewählte Produkte sowie die Angebotsanfrage für einen vollständigen Warenkorb. Der Händler bearbeitet Anfragen im Shopware-Backend, hinterlegt Konditionen und stellt das Angebot inklusive PDF im Firmenkonto bereit, wo der Kunde es annehmen oder ablehnen kann.

Abgrenzung: Angebot ist keine Preisliste

Diese Unterscheidung lohnt sich, weil sie im Gespräch mit Kunden immer wieder auftaucht:

Angebot Preisliste
Gilt für Einen konkreten Vorgang Dauerhaft, bis zur Änderung
Anlass Anfrage, Projekt, Sondermenge Rahmenvereinbarung, Jahreskonditionen
Lebensdauer Befristet Unbefristet oder bis zur Neuverhandlung
Wo hinterlegt Am Vorgang An Firma oder Kundengruppe

Wird aus einem angenommenen Angebot eine dauerhafte Vereinbarung, gehört sie anschließend in die Preisliste. Dauerhafte Konditionen bildest du über individuelle Kundenpreise und Preislisten ab.

Wo Angebote in der Preislogik stehen

Ein angenommenes Angebot ist die spezifischste Vereinbarung und hat für den betreffenden Vorgang Vorrang vor Firmenpreisen, Gruppenpreisen und allgemeinen Rabatten. Damit bleibt eindeutig, welcher Preis gilt — der, über den gesprochen wurde.

Kompatibilität

Die Ertragswerke B2B Suite ist mit Shopware 6.6 und 6.7 kompatibel. Aus einem angenommenen Angebot entsteht eine reguläre Shopware-Bestellung, die die vorhandenen Prozesse für Bestand, Versand und Rechnung nutzt.


Häufige Fragen

Können auch nicht angemeldete Besucher ein Angebot anfragen?

Sinnvoll ist die Beschränkung auf angemeldete Geschäftskunden. Nur dann kennst du Firma, bisherige Konditionen und Bonität — ohne diese Informationen ist eine belastbare Kalkulation kaum möglich.

Wie lange sollte ein Angebot gültig sein?

Zwei bis vier Wochen sind im Handel üblich. Bei volatilen Einkaufspreisen kürzer. Wichtig ist vor allem, dass überhaupt eine Frist gesetzt und im PDF ausgewiesen wird.

Kann der Kunde ein Angebot teilweise annehmen?

Der saubere Weg ist eine neue Anfrage über die gewünschten Positionen. Teilannahmen machen die Kalkulation unbrauchbar, wenn der Nachlass an der Gesamtmenge hing.

Was passiert, wenn sich Preise nach dem Angebot ändern?

Innerhalb der Gültigkeit gilt das Angebot. Nach Ablauf greifen wieder die regulären Konditionen des Kunden.

Sieht der Kunde seinen normalen Preis und den Angebotspreis nebeneinander?

Das ist eine bewusste Entscheidung. Der Vergleich macht den Nachlass sichtbar und wirkt als Argument — kann aber auch Erwartungen für künftige Bestellungen wecken.

Lässt sich das Angebots-PDF anpassen?

Layout, Logo und die verwendeten Textbausteine sollten zum übrigen Schriftverkehr passen. Ein Angebot ist ein Verkaufsdokument, kein Systemausdruck.

Kann ein angenommenes Angebot in eine Bestellung über dem Einkaufslimit münden?

Ja, und dann greift zusätzlich der interne Freigabeprozess des Kunden. Die Angebotsannahme ersetzt keine interne Genehmigung.


Angebote sind ein Baustein neben Firmenkonten, individuellen Preisen, Einkaufslimits und B2B-Zahlungsarten. Erst im Zusammenspiel entsteht daraus ein Bestellsystem, das den gesamten Weg eines Geschäftskunden abdeckt — nachzulesen in unserer Übersicht zum Shopware B2B Plugin.