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Shopware B2B Plugin

B2B mit der Shopware Community Edition umsetzen

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Die Frage taucht in jedem zweiten Projektgespräch auf: „Können wir mit der Community Edition überhaupt an Geschäftskunden verkaufen, oder brauchen wir dafür eine kommerzielle Edition?"

Die Antwort ist weder ein einfaches Ja noch ein einfaches Nein. Sie hängt davon ab, welche Prozesse du tatsächlich abbilden musst — und die Liste ist bei einem Großhändler mit fünfzig Firmenkunden eine andere als bei einem Hersteller, der drei Fachhändler beliefert. Dieser Artikel ordnet die Möglichkeiten sachlich ein.

Die Ertragswerke B2B Suite ist für genau diesen Fall gebaut: Sie ergänzt die fehlenden Firmenkundenprozesse, ohne dass du die Edition wechseln oder deine bestehende Installation neu aufsetzen musst.

Ist der Verkauf an Geschäftskunden mit der Community Edition möglich?

Ja. Die Community Edition ist eine vollwertige Shop-Software mit Kundengruppen, Nettopreisdarstellung, Rule Builder, Zahlungsarten und einem stabilen Bestellprozess. Was fehlt, sind die spezifischen Prozesse rund um Firmenstrukturen: mehrere Besteller je Unternehmen, interne Freigaben, kundenindividuelle Sortimente und Preislisten. Diese kommen über eine Erweiterung hinzu.

Was die Frage eigentlich meint

Wer so fragt, will meist wissen, ob er mit einem überschaubaren Budget starten kann. Die ehrliche Antwort: Der Einstieg ist ohne kommerzielle Edition möglich, aber nicht ohne zusätzliche Software. Die Frage ist nicht „Community Edition oder nicht", sondern „welche Ergänzung passt zu meinem Prozess".

Was du vorab klären solltest

Bevor über Editionen gesprochen wird, lohnt eine nüchterne Bestandsaufnahme:

  • Wie viele Firmenkunden hast du, und wie viele werden es?
  • Bestellen bei diesen Kunden mehrere Personen?
  • Gibt es individuell verhandelte Preise?
  • Braucht ein Teil deiner Kunden interne Freigaben?
  • Sollen Kunden unterschiedliche Sortimente sehen?

Wer alle fünf Fragen mit Nein beantwortet, braucht keine spezielle Lösung. Wer drei mit Ja beantwortet, braucht sie unabhängig von der Edition.


Welche Funktionen bringt Shopware grundsätzlich mit?

Die Basis ist solide: Kundengruppen mit Netto- oder Bruttodarstellung, Staffelpreise, ein Regelwerk für Preise und Zahlungsarten, Produktsichtbarkeit über Verkaufskanäle sowie ein vollständiger Bestell- und Dokumentenprozess. Damit lassen sich einfache Geschäftskundenszenarien ohne Zusatzsoftware abbilden.

Anforderung Im Standard abbildbar
Nettopreise für eine Kundengruppe Ja
Staffelpreise am Produkt Ja
Unterschiedliche Preise je Kundengruppe Ja
Zahlungsarten je Kundengruppe steuern Ja, über Regeln
Mehrere Besteller je Firma mit eigenen Rechten Nein
Einkaufslimits und Freigabeprozesse Nein
Preislisten je einzelner Firma Nein
Firmenspezifische Sortimente Nur grob über Gruppen
Registrierung mit Nachweis und Freigabe Nein
Angebotsprozess mit PDF Nein
Schnellbestellung und CSV-Import Nein

Die ehrliche Einordnung

Shopware kann Geschäftskundengeschäft — es kann nur keine Unternehmensstrukturen. Die Trennlinie verläuft ziemlich genau dort, wo aus „ein Kunde mit besonderen Preisen" ein „Unternehmen mit mehreren Bestellern und internen Regeln" wird.

Je nach eingesetzter Edition lassen sich zusätzlich kommerzielle Komponenten von Shopware nutzen, die einen Teil dieser Prozesse abdecken. Ob sie zum eigenen Zuschnitt passen, ist eine Frage des konkreten Bedarfs und des Lizenzmodells — beides gehört in die Bewertung, bevor eine Entscheidung fällt.


Wann wird eine zusätzliche Erweiterung benötigt?

Sobald ein Firmenkunde mehr ist als ein Kundenkonto mit Rabatt. Konkret: wenn mehrere Personen für dieselbe Firma bestellen sollen, wenn interne Budgets und Freigaben eine Rolle spielen, wenn Preise je Unternehmen statt je Gruppe gelten oder wenn einzelne Kunden nur einen Teil deines Katalogs sehen dürfen.

Die typischen Auslöser

Auslöser Was dann fehlt
Der Kunde fragt nach mehreren Logins Mitarbeiterverwaltung
Der Einkauf braucht eine Freigabe Limits und Genehmigungsworkflow
Ein Kunde hat verhandelte Festpreise Preislisten je Firma
Der Kunde bestellt 80 Positionen Schnellbestellung, CSV-Import
Es gibt Gebietsschutz Firmenspezifische Sortimente
Der Kunde will auf Rechnung kaufen Zahlungsziel, Kreditlimit, Risikosteuerung

Der wirtschaftliche Schwellenwert

Rechne die Alternative durch. Wenn dein Innendienst pro Woche zehn Stunden mit der manuellen Erfassung telefonischer Bestellungen, dem Versand von Preislisten und dem Bau von Angebots-PDFs verbringt, ist das der eigentliche Vergleichsmaßstab — nicht der Listenpreis einer Erweiterung.


Welche Funktionen sollte eine Lösung für die Community Edition abdecken?

Sie sollte den gesamten Weg eines Firmenkunden abbilden statt einzelner Bausteine: kontrollierte Aufnahme, Unternehmensstruktur, Preise und Sortimente, effiziente Bestellwege, interne Freigaben und B2B-Zahlungsarten. Entscheidend ist weniger die Länge der Funktionsliste als die Frage, ob die Teile zuverlässig ineinandergreifen.

Die sechs Bereiche

  1. AufnahmeHändlerregistrierung mit Nachweis und Freigabe
  2. StrukturMitarbeiter, Rollen und Abteilungen sowie Einkaufslimits mit Freigabeprozess
  3. PreiseFirmen- und Gruppenpreislisten, Rabatte und Staffeln, Angebote mit PDF
  4. SortimentSichtbarkeit je Firma, durchgesetzt bis in den Warenkorb
  5. BestellwegeSchnellbestellung, CSV-Import, Bestelllisten, Liefer-Abos
  6. Zahlung und RisikoRechnungskauf mit Kreditlimit und SEPA-Lastschrift

Die Integrationsfrage ist die wichtigere

Eine Funktionsliste sagt wenig darüber aus, ob eine Lösung im Alltag trägt. Die entscheidenden Fragen sind andere: Greift der Firmenpreis auch in der Schnellbestellung? Wird ein gesperrter Artikel auch aus einer gespeicherten Bestellliste ferngehalten? Löst eine Abo-Bestellung über dem Limit den Freigabeprozess aus? An diesen Übergängen entscheidet sich, ob ein System funktioniert.


Welche Vor- und Nachteile hat ein modulares Plugin?

Der Vorteil liegt in Kosten, Geschwindigkeit und Passgenauigkeit: Du zahlst nicht für eine Edition, sondern für die Funktionen, die du brauchst, und bist schneller produktiv. Der Nachteil liegt in der Abhängigkeit von einem Anbieter und der Frage, wie das Plugin bei Shopware-Updates gepflegt wird.

Vorteil Zu prüfen
Kosten Kein Editionswechsel nötig Laufende Lizenz- und Wartungskosten
Zeit Schnelle Inbetriebnahme Aufwand für Konfiguration und Datenpflege
Passung Auf B2B-Prozesse zugeschnitten Deckt es deine Sonderfälle ab?
Wartung Anbieter pflegt die Kompatibilität Wie schnell nach neuen Shopware-Versionen?
Abhängigkeit Ein Ansprechpartner Was passiert bei einem Anbieterwechsel?

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

  • Wird die Erweiterung aktiv gepflegt und für aktuelle Shopware-Versionen freigegeben?
  • Greift sie in den Core ein oder erweitert sie sauber daneben?
  • Sind die Funktionen aufeinander abgestimmt oder wirkt es wie zusammengesetzte Einzelteile?
  • Gibt es eine Testumgebung, in der du deine echten Prozesse durchspielen kannst?
  • Wie sieht der Support aus, wenn ein Firmenkunde am Freitagnachmittag nicht bestellen kann?

Der letzte Punkt entscheidet häufiger über die Zufriedenheit als jede Funktion.


Wie erweitert die Ertragswerke B2B Suite die Community Edition?

Die Suite ergänzt Shopware 6 um die Prozesse, die für Firmenkunden fehlen: Händlerregistrierung mit Nachweis und Freigabe, Mitarbeiter mit Rollen und Abteilungen, Einkaufslimits mit Freigabeprozess, Preislisten je Firma und Kundengruppe, kundenspezifische Sortimente, Angebote mit PDF, Schnellbestellung, CSV-Import, Bestelllisten, Liefer-Abos sowie Rechnungskauf und Lastschrift mit Kreditlimit.

Was sie bewusst nicht ersetzt

Preisdarstellung, Warenkorb, Checkout, Dokumentenerzeugung und Bestellabwicklung bleiben Shopware-Aufgaben. Die Suite ergänzt, was fehlt, statt Vorhandenes zu ersetzen. Das hat einen praktischen Grund: Je weniger eine Erweiterung in den Core eingreift, desto weniger bricht bei Updates.

Was das für ein Projekt bedeutet

Eine bestehende Community-Edition-Installation muss nicht neu aufgesetzt werden. Kundengruppen, Produkte, Preise und Verkaufskanäle bleiben, wie sie sind. Hinzu kommt die Firmenebene darüber — mit den Konditionen, die du bisher per Mail verschickt hast, jetzt im Shop hinterlegt.

Kompatibilität

Die Ertragswerke B2B Suite ist mit Shopware 6.6 und 6.7 kompatibel und nutzt eigene Namespaces, Template-Erweiterungen statt Überschreibungen sowie ACL-konforme Backend-Module.


Häufige Fragen

Muss ich für den Verkauf an Unternehmen die Edition wechseln?

Nicht zwingend. Die Community Edition plus eine passende Erweiterung ist ein etablierter Weg. Ob eine kommerzielle Edition wirtschaftlicher ist, hängt von Umfang, Support-Anforderungen und den übrigen Funktionen ab, die du daraus nutzen würdest.

Kann ich später auf eine kommerzielle Edition wechseln?

Grundsätzlich ja. Kläre vorab, wie sich Daten aus der Erweiterung überführen lassen — Firmenstrukturen, Preislisten und Sortimente sind der aufwendigste Teil einer Migration.

Was kostet ein Geschäftskunden-Setup insgesamt?

Neben der Lizenz fallen Konfiguration, Datenpflege und gegebenenfalls Anpassungen an. Die Datenpflege wird regelmäßig unterschätzt: Preislisten und Sortimente einmal sauber aufzubauen ist der größte Einzelposten.

Kann ich Privat- und Geschäftskunden im selben Shop bedienen?

Ja. Über Kundengruppen laufen beide Zielgruppen parallel, mit unterschiedlicher Preisdarstellung und unterschiedlichem Funktionsumfang.

Wie lange dauert die Einrichtung?

Die technische Installation ist schnell erledigt. Der Zeitfaktor liegt bei den Inhalten: Kundengruppen ordnen, bestehende Firmen anlegen, Konditionen hinterlegen, Sortimente definieren.

Was ist mit bestehenden Geschäftskunden, die schon ein Konto haben?

Sie werden einmalig auf Firmenkonten umgestellt, bestehende Kontakte als Mitarbeiter zugeordnet und die Konditionen an der Firma hinterlegt. Danach läuft die Pflege nur noch an einer Stelle.

Brauche ich einen Dienstleister?

Für Installation und Grundkonfiguration nicht zwingend. Bei komplexen Sortimentsregeln, umfangreichen Preislisten oder einer Anbindung an die Warenwirtschaft ist externe Unterstützung meist die schnellere Variante.


Welche Funktionen konkret dazugehören und wie sie ineinandergreifen, ist der eigentliche Kern der Entscheidung. Einen vollständigen Überblick findest du auf unserer Seite zum Shopware B2B Plugin.